Weltkirche im Bistum Aachen
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Weltkirche im Bistum Aachen
 
 
Weltmissionssonntag 2014

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„Euer Kummer wird sich in Freude verwandeln“

Gottesdienst zum Weltmissionssonntag in der Marienkirche in Düren

Düren, (iba) - „Lass die Herrscher unsrer Tage guten Willens sein, lass ihr Wirken unsre Welt von Hass und Streit befrei’n“ sang der Kirchenchor unter Leitung von Regionalkantor Hans-Josef Loevenich zum Weltmissionssonntag in der Marienkirche der Pfarrei St. Lukas in Düren.

Pfarrer Rolf-Peter Cremer, Leiter der Hauptabteilung Pastoral / Schule / Bildung im Bischöflichen Generalvikariat zelebrierte diese diözesane Messe. Ehrengast war Schwester Genevieve Ram Lal aus Pakistan, die als Botschafterin des diesjährigen Partnerlandes des Bistums Aachen teilnahm.

Betroffenes Schweigen herrschte eingangs in dem dicht besetzten Kirchenraum, nachdem ein kurzer Film über das Heimatland der Ordensfrau in das Thema eingeführt hatte. Von Gewalt und terroristischen Anschlägen sind die Christen in Pakistan bedroht, die nur 1,8 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Der Islam ist Staatsreligion. Katholische Einrichtungen – das gilt für Gotteshäuser ebenso wie für Schulen – werden durch die Polizei geschützt.

Eindrucksvoll schilderte die Nationaldirektorin der Catholic Women's Organisation (CW♀), wie sie und ihre Mitstreiterinnen durch Schulungsangebote an Frauen und die Erziehung in Schulen versuchen, die Situation der Familien und damit der Gesellschaft zu verändern. Neben der Armut hat die Ordensfrau der „Sisters of Charity of Jesus and Mary" die Geschlechterungerechtigkeit als ein großes Übel ausgemacht. Ihr Ziel ist es, einen Wandel im Denken und damit der Perspektiven der Menschen in diesem muslimisch dominierten Land zu erreichen.

Von Achim Köhler, Kaplan aus der Pfarrei St. Lukas, in der Ansprache nach ihrer Berufung gefragt, erzählte Schwester Genevieve, sie sei angetreten, um sich um Menschen zu kümmern, die keine Stimme haben. Initialzündung war eine Begegnung mit einer Bettlerin. In deren Heim erlebte sie damals die Beengtheit und Armut sowie die Berührung mit dem nahenden Tod des Ehemanns der Bettlerin. Eine einschneidende Erfahrung.

Eine Gelegenheit, selbst in Kontakt mit dem Partnerland Pakistan zu treten, bot die flankierende Postkarten-Aktion. Raum für einige persönliche Worte ließen die Karten, die gesammelt wurden und von missio auf den Weg gebracht werden. Aufmerksam auf das übergreifende Thema Religionsfreiheit machte zusätzlich zu den Fürbitten, für alle sichtbar aufgebaute symbolische Mauer. Ein Schriftzug klärte auf, dass in 111 Ländern Christen ihren Glauben nicht frei ausleben dürfen. Ergänzt wurde dies durch die mit Ausstellung „Glaubenszeugen", bei der im Kirchenraum St. Mariens verteilt Frauen und Männer vorgestellt werden, die ihren Glauben auf außergewöhnliche Weise bezeugen. Eine Fahne zeigte Schwester Ruth Pfau, die sich seit über 50 Jahren für Menschen in Pakistan einsetzt. Zitiert wird sie mit den Worten. „Das Leben ist letztlich getragen von einer größeren Liebe".

Die Einzigartigkeit des Weltmissionssonntags, der in diesem Jahr unter dem biblischen Leitwort „Euer Kummer wird sich in Freude verwandeln" gefeiert wurde, betonte Pfarrer Rolf-Peter Cremer abschließend. Weltweit würden Christen an diesem Tag für die ärmsten Diözesen der Weltkirche sammeln. (iba/Na 204)

Spendenkonto mit dem Stichwort „Kollekte Sonntag der Weltmission":
Pax-Bank eG, Konto 122 122, BLZ 370 601 93, IBAN DE23370601930000122122


Von iba

Veröffentlicht am 31.10.2014

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