Weltkirche im Bistum Aachen
http://weltkirche.kibac.de/nachrichten?mode=detail&action=details&siteid=1031687&type=news&nodeid=13e201da-790b-42d0-aa76-b6a1ac614126
Weltkirche im Bistum Aachen

 

missio verurteilt Ermordung von 21 koptischen Christen in Libyen

"missio verurteilt mit allem Nachdruck den barbarischen Akt der Tötung von 21 ägyptischen koptischen Christen in Libyen durch islamistische Terroristen. Wir haben unseren Partnern in Ägypten unsere tiefe Betroffenheit und Solidarität ausgedrückt".

Mit diesen Worten hat Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen, auf das jüngste Terrorverbrechen des sogenannten Islamischen Staates (IS) und dessen Unterstützer in Libyen reagiert. Gleichzeitig warnte der missio-Präsident davor, diese Verbrechen dem Islam als Religion insgesamt anzurechnen. „Terrorgruppen wie der Islamische Staat missbrauchen die Religion für machtpolitische Zwecke und wollen mit einer Interpretation ihrer Religion die Menschen gegeneinander aufhetzen, um dann wiederum von diesem Klima des Hasses und der Instabilität zu profitieren", so Prälat Dr. Krämer.

Dagegen helfe nachhaltig in erster Linie das religionsverbindende Gespräch der verschiedenen Religionen im Nahen Osten selbst. „missio unterstützt seit Jahren diese interreligiösen Dialogprojekte und wird in diesem Engagement nicht nachlassen", so Krämer weiter. missio wolle gemeinsam mit seinen Partnern der Ortskirchen im Nahen und Mittleren Osten alles dafür tun, dass in diesen Krisenregionen die einfachen Menschen an der Basis miteinander im Gespräch bleiben, über die Religion des jeweils anderen aufgeklärt werden sowie unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit soziale Hilfen und eine gute Ausbildung durch christliche Organisationen bekommen. „Das leisten die koptischen Christen in Ägypten, die etwa zehn Prozent der Bevölkerung ausmachen, mit ihrem Bildungs- und Gesundheitssystem in vorbildlicher Weise", so Prälat Dr. Krämer. „Nur die Bereitschaft zum Dienst am Anderen bezeugt den interreligiösen Dialog durch die Tat und raubt dem Hass jede Grundlage." Kurzfristig müsse aber auch die Internationale Gemeinschaft eine neue Strategie finden, wie sie den Terror im Nahen und Mittleren Osten beendet. Dies dürfe nicht auf militärische Hilfe beschränkt bleiben, sondern brauche verstärkte Diplomatie, appelliert Prälat Dr. Krämer.


Von Anja Klingbeil

Veröffentlicht am 18.02.2015

Test